Aktuelles zu Valter Longo und Protein

In dieser Woche war Valter Longo, der bekannte Langlebigkeitsforscher, wieder stark in den Medien präsent – vor allem durch ein aktuelles Interview in der ZEIT (veröffentlicht am 15. Mai 2026). Darin warnt er vor den Risiken einer zu hohen Proteinzufuhr, insbesondere aus tierischen Quellen.

Kernbotschaften:

  • Zu viel Protein (besonders tierisch) aktiviert „uralte Schalter“ im Körper (u. a. über IGF-1 und mTOR), die das Altern beschleunigen, das Krebsrisiko erhöhen und die Lebensspanne verkürzen können.
  • Er kritisiert den aktuellen Protein-Hype in Social Media, Proteinriegeln, Brot, Pasta und Shakes als übertrieben und teilweise irreführend – teilweise vergleicht er es mit „Propaganda“.
  • Empfohlene Menge: Für Menschen unter 65 Jahren eher niedrig halten (ca. 0,31–0,36 g pro Pfund Körpergewicht bzw. ca. 0,7–0,8 g/kg). Hauptquellen sollten pflanzlich sein (Leguminosen wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen), ergänzt durch etwas Fisch, Nüsse und Samen. Ab 65 Jahren leicht erhöhen, um Muskelabbau (Sarkopenie) entgegenzuwirken.
  • Balance ist entscheidend: Sowohl zu wenig als auch zu viel Protein ist problematisch. Die Qualität (pflanzlich vs. tierisch) spielt eine große Rolle.

Dies passt zu seiner langjährigen Position in der Longevity Diet: niedrig bis moderat Protein (vor allem pflanzlich), kombiniert mit periodischem Fasten (Fasting-Mimicking Diet) für bessere Zellreparatur und Langlebigkeit.

Weitere aktuelle Erwähnungen

  • Es gibt laufende Diskussionen und ältere Podcasts/Interviews (z. B. mit Lewis Howes), die diese Woche wieder viral gehen, in denen Longo erklärt, dass hoher Proteinverzehr mit höherer Mortalität assoziiert ist, während ein „low but sufficient“-Ansatz optimal für Langlebigkeit sei.
  • Keine brandneue Studie genau diese Woche, aber seine Position wird aktuell stark in deutschen und internationalen Medien aufgegriffen, besonders im Kontext des Protein-Trends bei Fitness-Influencern.

Insgesamt: Weniger tierisches Protein für ein längeres, gesünderes Leben, stattdessen mehr pflanzliche Vielfalt und periodisches Fasten.

UPDATE

Valter Longo empfiehlt weiterhin eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit einer altersabhängigen Anpassung der Proteinzufuhr. Über seine offiziellen Kanäle weist er regelmäßig darauf hin, dass ein übermäßiger Proteinkonsum, insbesondere aus tierischen Quellen, den IGF-1-Spiegel erhöhen kann. Dieser Wachstumsfaktor wird mit einem höheren Krebsrisiko und beschleunigten Alterungsprozessen in Verbindung gebracht. Gleichzeitig ist auch eine zu geringe Proteinzufuhr ungünstig. Entscheidend sei daher eine „niedrige, aber ausreichende“ Menge.

Für Menschen unter 65 Jahren empfiehlt Longo ungefähr 0,31 bis 0,36 Gramm Protein pro Pfund Körpergewicht. Je nach Körpergewicht entspricht dies meist etwa 40 bis 70 Gramm Protein pro Tag. Die Eiweißzufuhr sollte überwiegend aus pflanzlichen Quellen wie Hülsenfrüchten stammen, während tierische Produkte nur in begrenztem Umfang konsumiert werden sollten.

Ab einem Alter von etwa 65 Jahren sollte die Proteinmenge leicht erhöht werden, um dem altersbedingten Verlust von Muskelmasse und Kraft entgegenzuwirken. Neben pflanzlichen Proteinquellen können dann häufiger Fisch, Eier, weißes Fleisch sowie Produkte aus Ziegen- oder Schafsmilch in den Speiseplan aufgenommen werden. Insgesamt bleibt der Schwerpunkt auf einer pflanzenbetonten beziehungsweise pescetarischen Ernährungsweise, die nach Longos Konzept mit regelmäßigen Zyklen einer Fasten imitierenden Diät, der sogenannten Fasting Mimicking Diet, kombiniert werden kann.

Auch in jüngerer Zeit hält Longo an dieser Position fest. In einem viel beachteten Interview mit der ZEIT vom 17. Mai 2026 warnte er vor dem aktuellen Proteintrend mit Proteinriegeln, Shakes und besonders eiweißreichen Produkten. Ein dauerhaft sehr hoher Proteinkonsum könne alte Wachstumssignalwege wie mTOR und IGF-1 aktivieren und dadurch möglicherweise langfristig gesundheitliche Nachteile verursachen. Seine zentrale Botschaft bleibt daher unverändert: kein exzessiver Konsum tierischer Proteine, aber ebenso keine unnötig starke Einschränkung. Sinnvoll ist eine ausgewogene, überwiegend pflanzliche und an Alter, Körpergewicht und individuellen Bedarf angepasste Proteinzufuhr.

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